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CDU-Politiker Müller rechnet durch Steuersenkung nicht mit billigeren Flugtickets
Unions-Fraktionsvize Sepp Müller erwartet durch die von CDU/CSU und SPD geplante Senkung der Luftverkehrsteuer nicht unbedingt günstigere Flugtickets für die Bürgerinnen und Bürger. "Das kommt darauf an, ob die Luftverkehrsunternehmen die Senkung der Luftverkehrsteuer weitergeben", sagte Müller am Donnerstag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Er verwies dabei auf den Anstieg der Kerosinpreise.
Müller sieht in der Steuersenkung vielmehr ein Instrument, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Das Ziel sei, Deutschland "für den Luftverkehr wieder attraktiv zu machen", betonte der CDU-Politiker. Er wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Abflüge und Landungen in mehreren deutschen Städten wie Berlin, Köln und Leipzig/Halle geringer geworden sei. Es gehe auch um die Erreichbarkeit.
"Unser Luftverkehrsstandort ist in den letzten Jahren sehr teuer geworden", sagte Müller. Ob die Steuersenkung nun ausreichen werde, um Unternehmen anzulocken, müsse man abwarten.
Zu Einwänden, die Steuersenkung schade dem Klimaschutz, sagte der CDU-Politiker, wenn Starts und Landungen in Deutschland weniger attraktiv seien, würden die Flugzeuge eben anderswo landen, zum Beispiel in Prag. "Das heißt, der Umwelt ist nicht geholfen" - doch dem Wirtschaftsstandort Deutschland werde geschadet.
B.Baumann--VB