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Merz kritisiert Gewalt der US-Polizei gegen Demonstranten
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das gewaltsame Vorgehen der US-Polizei gegen Demonstranten kritisiert und Aufklärung gefordert. "Dieses Ausmaß an Gewalt in den USA finde ich besorgniserregend", sagte Merz am Montag in Hamburg mit Blick auf den erneuten tödlichen Schusswaffeneinsatzes durch US-Bundesbeamte im Bundesstaat Minnesota.
Der Kanzler fügte hinzu: "Ich gehe davon aus, dass die amerikanischen Behörden jetzt wirklich aufklären, ob es notwendig war hier zu schießen, ob es wirklich eine Bedrohung der beteiligten Beamten gegeben hat." Es sei "offensichtlich immer wieder eine Region oder eine Stadt, die davon betroffen ist", sagte Merz.
In der von den Demokraten regierten Großstadt Minneapolis im Norden der USA sind seit Wochen tausende Beamte von der Einwanderungspolizei ICE und der Grenzschutzeinheit Border Patrol im Einsatz, um die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Massenabschiebungen umzusetzen. Minneapolis zählt zu den sogenannten Sanctuary Cities (Zufluchtsstädten), die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und nur begrenzt mit den Einwanderungsbehörden der Bundesregierung zusammenarbeiten.
Beamte von Border Patrol hatten am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti erschossen.
Das Heimatschutzministerium sprach von "Abwehrschüssen" eines Bundesbeamten. Videoaufnahmen von dem Vorfall lassen aber erhebliche Zweifel an diesen Schilderungen aufkommen. Bereits vor weniger als drei Wochen hatte ein ICE-Beamter in Minneapolis die dreifache Mutter Renee Good erschossen.
L.Stucki--VB