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Israels Armee sucht Leiche der letzten Hamas-Geisel im Gazastreifen
Die israelische Armee ist am Sonntag zu einem Einsatz zur Bergung der Leiche der letzten noch im Gazastreifen verbliebenen Geisel ausgerückt. Die Streitkräfte suchten in einem Friedhof im Norden des Gazastreifens nach den sterblichen Überresten von Ran Gvili, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilte. "Alle verfügbaren nachrichtendienstlichen Erkenntnisse" würden "vollständig genutzt", hieß es. "Die Bemühungen werden so lange fortgesetzt, wie es notwendig ist."
Zuvor hatten die Essedin-al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, erklärt, den Vermittlern in dem Konflikt sei der genaue Standort der Leiche mitgeteilt worden. Die Rückgabe aller lebenden und toten israelischen Hamas-Geiseln an Israel ist Teil der ersten Phase der Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation.
Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren am Samstag zu Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens nach Israel gereist. Die USA treten neben Ägypten, Katar und der Türkei als Vermittler zwischen Israel und der Hamas auf.
Die USA hatten in der vergangenen Woche den Beginn der zweiten Phase der Gaza-Waffenruhe bekanntgegeben. Diese sieht vor, dass Israel seine Stellungen im Gazastreifen räumt, eine Übergangsverwaltung im Gazastreifen eingerichtet wird und eine internationale Stabilisierungstruppe in dem Gebiet stationiert wird. Voraussetzung dafür ist laut des 20-Punkte-Plans von US-Präsident Donald Trump allerdings die Entwaffnung der Hamas - was diese strikt ablehnt.
Im Oktober 2023 hatten Hamas-Kämpfer und verbündete Milizen Israel überfallen. Mehr als 1200 Menschen wurden getötet, etwa 250 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. In dem dadurch ausgelösten Krieg wurden nach Hamas-Angaben im Gazastreifen mehr als 70.000 Menschen getötet. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.
B.Baumann--VB