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Neue US-Verteidigungsstrategie sieht "begrenztere" Unterstützung für Europa vor
Die US-Armee will die innere Sicherheit und die Abschreckung Chinas priorisieren und Verbündete in Europa und anderswo nur noch eingeschränkt unterstützen. Das geht aus einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Strategiepapier des Pentagon hervor. "Da sich die US-Streitkräfte auf die Verteidigung ihres eigenen Gebiets und den indopazifischen Raum konzentrieren, werden unsere Verbündeten und Partner in anderen Regionen die Hauptverantwortung für ihre eigene Verteidigung übernehmen", heißt es in dem Papier.
Dabei würden die Verbündeten von den US-Streitkräften eine "entscheidende, aber begrenztere Unterstützung erhalten".
Die Nationale Verteidigungsstrategie (NDS) der USA für das Jahr 2026 stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Politik des Pentagon dar. Die unter dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden veröffentlichte vorherige Verteidungsstrategie bezeichnete China als wichtigste Herausforderung Washingtons und Russland als "akute Bedrohung".
Das neue Dokument fordert hingegen "respektvolle Beziehungen" zu Peking – ohne dabei das mit den USA verbündete Taiwan zu erwähnen, das China als sein Gebiet beansprucht – und beschreibt die Bedrohung durch Russland als "anhaltend, aber beherrschbar" - die zudem vor allem die östlichen Nato-Partner betrifft.
Genau wie die im Dezember veröffentlichte nationale Sicherheitsstrategie von US-Präsident Donald Trump setzt auch die Verteidigungsstrategie Lateinamerika ganz oben auf die Agenda: Das Pentagon "wird die militärische Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre wiederherstellen. Wir werden sie nutzen, um unser Heimatland und unseren Zugang zu wichtigen Gebieten in der gesamten Region zu schützen", heißt es in dem Papier.
B.Baumann--VB