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Umfrage in EU-Ländern: Jeder zweite sieht in Trump "Feind Europas"
Mehr als die Hälfte der Menschen aus sieben europäischen Ländern sieht in US-Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge einen "Feind Europas". Insgesamt sehen ihn 51 Prozent der Befragten so - in Deutschland sind es sogar 53 Prozent, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der französischen Zeitschrift "Le Grand Continent" hervorgeht. In Spanien und Dänemark, das Trump durch sein Besitzstreben nach Grönland gegen sich aufgebracht hat, ist der Anteil mit 58 Prozent am höchsten. Eine Ausnahme bildet Polen, wo nur 28 Prozent der Befragten Trump als einen "Feind Europas" sehen - allerdings auch nur 17 Prozent als einen "Freund Europas".
Für die Studie des Instituts Cluster17 wurden jeweils gut 1000 nach Quoten ausgesuchte Menschen in den sieben Ländern befragt, neben den genannten Ländern auch in Frankreich, Italien und Belgien. Die Fragen wurden zwischen dem 13. und 19. Januar gestellt, im Anschluss an die Äußerungen Trumps, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Seither erklärte er, dass er dabei auf Gewalt verzichten wolle.
Die Studie verweist auf eine weit verbreitete Unsicherheit bei den Europäern über die richtige Antwort auf Trumps Politik: Insgesamt plädieren 46 Prozent der Befragten für eine "Opposition" der EU gegenüber der US-Regierung, 44 Prozent sprechen sich für einen "Kompromiss" aus. Nur zehn Prozent plädieren für eine Annäherung an die US-Position.
Vor dem Hintergrund der Außenpolitik der USA meinen knapp drei Viertel der Befragten, die EU müsse zu ihrer Verteidigung "nur auf sich selbst setzen und nicht auf die Unterstützung der USA bauen". Nur etwa ein Fünftel ist der Ansicht, Europa könne "weiterhin auf die USA zählen".
A.Kunz--VB