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Ischinger lobt Umgang der Bundesregierung mit Trump
Der Interimsvorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat den Umgang der Bundesregierung mit US-Präsident Donald Trump gelobt. Es sei richtig, einerseits die militärische und politische Unabhängigkeit von den USA voranzutreiben aber gleichzeitig den US-Präsidenten an Bord zu halten, sagte Ischinger am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir brauchen ihn, weil wir Krieg in Europa haben, und den wird die Ukraine nicht gewinnen, wenn die USA sich zurückziehen."
Ischinger kritisierte zudem den "Zirkus" um Grönland, der die Diskussionen beim Weltwirtschaftsforum in Davos dominiert habe. Dieser "interne westliche Streit", der ohne Not und zur Unzeit geführt worden sei, habe die Energie abgelenkt, die eigentlich auf die Ukraine hätte verwendet werden müssen. "Wir hätten in Davos das Signal senden müssen an die russische Seite, dass jetzt endgültig Schluss ist mit diesem Krieg", betonte Ischinger. Stattdessen sei viel "transatlantisches Porzellan" beschädigt worden.
In den vergangenen Wochen hatte Trump immer wieder Anspruch auf Grönland erhoben und wiederholt betont, sich das zum Nato- und EU-Mitglied Dänemark gehörende autonome Gebiet notfalls mit Gewalt zu "nehmen". Am Mittwoch vollzog er in Davos eine Kehrtwende.
D.Bachmann--VB