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Reichsbürgernetzwerk um Prinz Reuß: Durchsuchungen und eine Festnahme in Sachsen
Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Reichsbürgernetzwerk um Heinrich XIII. Prinz Reuß hat es in Sachsen Durchsuchungen und eine Festnahme gegeben. Ein 41-jähriger Beschuldigter wurde am Donnerstag aufgrund eines Haftbefehls des Oberlandesgerichts Dresden in Freiberg festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt mitteilten.
Zeitgleich durchsuchten Spezialkräfte insgesamt elf Objekte in Sachsen, darunter sechs in Marienberg, zwei in Olbernhau und eines in Großrückerswalde im Erzgebirgskreis sowie zwei in Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Neben digitalen Datenträgern wurden unter anderem Messer und Funkgeräte beschlagnahmt.
Insgesamt acht Beschuldigten zwischen 38 und 63 Jahren in Sachsen wird demnach unter anderem vorgeworfen, sich zwischen August und Dezember 2022 als Mitglieder in einer terroristischen Vereinigung um den vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main angeklagten Prinz Reuß betätigt oder diese Vereinigung unterstützt zu haben. Sie sollen beim Aufbau eines Systems von sogenannten Heimatschutzkompanien nach dem Sturz der Regierung in Deutschland eingeplant gewesen sein.
Der festgenommene Beschuldigte sollte dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Dresden vorgeführt werden, der über die Invollzugsetzung des Haftbefehls entscheiden sollte. Die Ermittlungen und Auswertung der Beweismittel dauerten an.
Reuß und weitere führende Mitglieder des Reichsbürgernetzwerks waren im Dezember 2022 festgenommen worden, gegen weitere Rädelsführer laufen derzeit Verfahren vor verschiedenen Oberlandesgerichten. Laut den Vorwürfen sollen sie gemeinsam einen gewaltsamen Umsturz geplant haben.
Der Prozess gegen die mutmaßliche Führungsriege um Reuß läuft seit Mai 2024 in Frankfurt, es geht unter anderem um den Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Ein weiterer Prozess läuft in Stuttgart, ein drittes Staatsschutzverfahren in München.
R.Buehler--VB