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Tausende Menschen protestieren in den USA gegen Tötung einer Autofahrerin durch ICE-Beamten
In Minneapolis haben tausende Menschen gegen die tödlichen Schüsse eines Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine Autofahrerin demonstriert. Sie riefen am Samstag den Namen von Renee Good, die am Mittwoch erschossen worden war, und forderten ICE auf, die Stadt zu verlassen. Laut Organisatoren waren landesweit mehr als 1000 Proteste geplant.
Der Protestteilnehmer Drew Lenzmeier sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe sich der Protestaktion in Minneapolis angeschlossen, weil er das Gefühl habe, "dass uns unsere Rechte genommen werden und wir uns zu einer autoritären Diktatur entwickeln". "Niemand hindert die Trump-Regierung daran, Bürger zu ermorden, zu bestehlen und Menschen zu entführen. Es ist Zeit, damit aufzuhören", sagte der 30-Jährige.
In Philadelphia beteiligten sich Menschen trotz des Regens an einem Protestmarsch vom Rathaus zur örtlichen ICE-Zentrale. Auch in New York, Washington und Boston schlossen sich zahlreiche Menschen den Protesten an. Weitere Demonstrationen waren für Sonntag geplant.
Am Mittwoch hatte ein ICE-Beamter in Minneapolis der 37-jährigen Autofahrerin Renee Nicole Good in den Kopf geschossen, nachdem ihr Wagen angeblich die Straße blockiert hatte und zunächst von ICE-Kräften umringt worden war. Als die Beamten auf das Auto zugingen und die Tür öffnen wollten, versuchte die Fahrerin wegzufahren. Ein ICE-Mitarbeiter feuerte daraufhin drei Schüsse ab. Der SUV geriet außer Kontrolle und krachte in parkende Autos.
Die US-Regierung erklärte, die Frau habe versucht, "ihren Wagen als Waffe zu verwenden" und Polizisten zu töten, deshalb sei sie erschossen worden. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance genießt der Schütze "absolute Immunität". Laut Gerichtsakten, die die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte, war der Schütze im Juni bei einem anderen ICE-Einsatz gegen Migranten von einem Auto mitgeschleift worden.
H.Weber--VB