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Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidat Schulze als CDU-Landeschef bestätigt
Die CDU in Sachsen-Anhalt hat ihren Landesvorsitzenden Sven Schulze im Amt bestätigt. Rund zehn Monate vor der Landtagswahl wurde der 46-Jährige am Samstag auf einem Landesparteitag in Magdeburg mit 88,2 Prozent der abgegebenen Stimmen erneut in das Spitzenamt gewählt. Er leitet den Landesverband seit März 2021.
Anfang November kürten die Christdemokraten Schulze zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 6. September kommenden Jahres. Der amtierende Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) tritt bei der Wahl nicht mehr an. Der 71-Jährige ist seit 2011 Ministerpräsident. Derzeit regiert Haseloff mit einer Koalition aus CDU, SPD und FDP. Schulze ist Wirtschaftsminister in seinem Kabinett.
Eine Umfrage vom September sah die AfD in Sachsen-Anhalt mit Abstand vorn. Die von Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei kam auf 39 Prozent, erst mit großem Abstand folgte die CDU mit 27 Prozent. Die Linkspartei erreichte in der Umfrage 13 Prozent, die SPD sieben Prozent und das BSW sechs Prozent. Die Grünen lagen bei drei Prozent und würden damit aus dem Landtag ausscheiden. Auch die FDP wäre nicht mehr im Parlament vertreten.
Schulze bedankte sich nach der Wahl für die Unterstützung. "Jetzt lasst und gemeinsam in diesen Wahlkampf ziehen", sagte er vor den Delegierten. "Wir werden richtig Gas geben. Und wir werden denen, die uns abgeschrieben haben, zeigen, dass man die CDU Sachsen-Anhalts niemals abschreiben sollte."
Schulze warb in der Vergangenheit für eine von der CDU angeführte "Allianz der Mitte". Eine Zusammenarbeit mit der AfD nach der Landtagswahl schloss er wiederholt aus.
Nach der Wahl Schulzes trat CDU-Bundeschef und Kanzler Friedrich Merz als Redner bei dem Parteitag auf. Er forderte die Landeswahlkämpfer auf, sich von den Umfragen nicht beeindrucken zu lassen, und zeigte sich überzeugt, dass die CDU in Sachsen-Anhalt gewinnen werde. "Ich weiß, dass wir darum kämpfen müssen", sagte er. "Ich weiß, dass wir bis dahin auch die Leistungsbilanz der Bundespolitik weiter verbessern müssen."
T.Germann--VB