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US-Vizepräsident JD Vance begrüßt Papst-Enzyklika zu KI
US-Vizepräsident JD Vance hat die Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz (KI) begrüßt. "Was ich davon gelesen habe, klingt sehr tiefgründig", sagte Vance am Dienstag dem Sender NBC News. Der in den USA geborene Papst demonstriere damit "moralische Führung" bei einem zukunftsweisenden Thema.
Die Enzyklika sei "genau die Art von Äußerung, die man von einem Kirchenoberhaupt erwartet und erhofft", sagte Vance weiter. Der US-Vizepräsident hatte sich 2019 katholisch taufen lassen, er hat zudem selbst enge Verbindungen zur Tech‑Branche. Vance arbeitete vor seinem Einstieg in die Politik als Wagniskapitalgeber und zählt Technologie-Milliardär Elon Musk zu seinen prominentesten Unterstützern.
Leo XIV. hatte in dem am Montag veröffentlichten Lehrschreiben "Magnifica Humanitas" (Großartige Menschheit) zur "Entwaffnung" von Künstlicher Intelligenz aufgerufen. KI müsse der Menschheit dienen und nicht der Macht weniger, erklärte er. Der Papst kritisiert in der 130 Seiten umfassenden Schrift zudem "ein Wettrennen um den leistungsfähigsten Algorithmus und die größte Datenbank", um einen "geopolitischen oder kommerziellen Vorsprung" zu erzielen.
US-Präsident Donald Trump hatte den Papst zuletzt wegen seiner Friedensappelle im Iran-Krieg scharf kritisiert. Der Pontifex hatte die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten verurteilt und erklärte, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die "heute Bomben abwerfen". Trump definiert sich selbst als Christ, fühlt sich aber keiner bestimmten Glaubensrichtung verbunden.
L.Meier--VB