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Zahl der Todesopfer nach Erdrutsch in Indonesien auf mindestens 17 gestiegen
Nach einem Erdrutsch in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 17 gestiegen. Bisher seien 17 Tote bestätigt worden, sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde BNPB, Abdul Muhari, am Montag. Nach Angaben örtlicher Behördenvertreter suchten die Rettungskräfte in den Schlammmassen noch nach 73 Vermissten.
Der Erdrutsch hatte sich nach heftigen Regenfällen in der Nacht zu Samstag in einem Dorf in der Region West Bandung auf der Hauptinsel Java ereignet. Nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 50 Wohnhäuser bei dem Unglück schwer beschädigt, mehr als 650 Menschen mussten demnach ihre Häuser verlassen.
Der Rettungs- und Bergungseinsatz ging am Montag den dritten Tag in Folge unter Hochdruck weiter. An der Suche nach den Vermissten waren rund 2000 Soldaten, Polizisten und Freiwillige beteiligt, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sie arbeiteten sich teils mit bloßen Händen in den Schlammmassen vor, um die Vermissten zu finden. Es kam aber auch schweres Gerät zum Einsatz.
Wegen des anhaltend schlechten Wetters auf dem ohnehin rutschigen Terrain gestaltete sich der Einsatz allerdings schwierig. Die größte Sorge bereitete den Helfern am Montag das Risiko weiterer Erdrutsche.
In Indonesien kommen Überflutungen und Erdrutsche während der üblicherweise von Oktober bis März dauernden Regenzeit häufig vor. Umweltexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Zerstörung von Wäldern in Indonesien zu einer Zunahme der Katastrophen führt. Laut dem Wald-Analyseprojekt The TreeMap's Nusantara Atlas gingen 2024 in Indonesien mehr als 240.000 Hektar Urwald verloren.
F.Stadler--VB