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Eine Woche nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens haben Menschen in der Region Andalusien der 45 Todesopfer gedacht. In der Hafenstadt Huelva, aus der viele der Opfer stammten, wurde um 19.43 Uhr - der Uhrzeit des Unfalls - eine Schweigeminute abgehalten.
In der Ortschaft Adamuz, die nahe der Unglücksstelle liegt, wurde eine Trauermesse abgehalten. "Vor einer Woche wurde es Nacht, eine dunkle und tragische Nacht", sagte der Bischof von Córdoba, Jesús Fernández, bei der Messe. "Hunderte Menschen haben Reisen in entgegengesetzte Richtung angetreten. 45 von ihnen sind nie an ihrem Ziel angekommen."
In der Nähe von Adamuz nordöstlich von Córdoba war am Sonntag vergangener Woche ein Hochgeschwindigkeitszug des privaten Bahnunternehmens Iryo entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug der spanischen Staatsbahn Renfe zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. 45 Menschen kamen dabei ums Leben. Erste Ermittlungen deuten auf einen Schienenbruch als Unglücksursache hin.
Der Iryo-Zug war auf dem Weg von der Mittelmeer-Stadt Málaga in die Hauptstadt Madrid, der entgegenkommende Renfe-Zug auf dem Weg von Madrid nach Huelva. 36 der 45 Todesopfer saßen in dem Zug Richtung Huelva.
Am kommenden Samstag sollte in Huelva eine staatliche Trauerfeier stattfinden, an der Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez und Andalusiens Regionalpräsident Juan Manuel Moreno teilnehmen sollten. Spanischen Medienberichten zufolge wurde der Termin aber auf Wunsch der Angehörigen verschoben.
A.Zbinden--VB