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Finnen sollen wegen Energiekrise seltener in die Sauna gehen
Die Finnen sollen angesichts der Energiekrise seltener in die Sauna gehen. Die Empfehlung ist Teil einer neuen Energiesparkampagne mit dem Titel "Ein Grad weniger" des staatlichen Unternehmens Motiva, wie Sprecherin Kati Laakso am Freitag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Daneben werden die Bürgerinnen und Bürger unter anderem gebeten, ihre Heizungen herunterzudrehen, kürzer zu duschen und Unterhaltungselektronik seltener zu nutzen.
Die Kampagne soll am 10. Oktober starten und ist eine Reaktion auf die steigenden Energiepreise, die durch Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine verursacht wurden. Neben Motiva beteiligen sich auch die finnische Regierung und die Energiebehörde daran.
Finnland hat eine ausgeprägte Saunakultur. Für die rund 5,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner des skandinavischen Lands gibt es schätzungsweise drei Millionen Saunen. 2020 wurde die finnische Sauna von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe erklärt. "Die Menschen müssen wahrscheinlich nicht jeden Tag in die Sauna gehen, vielleicht könnte einmal pro Woche ausreichen", sagte Laakso.
Bei den Vorschlägen handele es sich nur um einige Möglichkeiten, erklärte die Unternehmenssprecherin. Motiva hoffe, dass die Bürgerinnen und Bürger die Ratschläge freiwillig befolgen.
Es ist das erste Mal seit der Ölkrise in den 70er Jahren, dass es in Finnland eine Energiesparkampagne gibt. Auch andere Länder ergreifen Maßnahmen, um Energie zu sparen. In Deutschland gelten ab dem kommenden Donnerstag zahlreiche neue Vorschriften. So dürfen etwa Ladentüren nicht mehr dauerhaft offenstehen, und am Arbeitsplatz sollen niedrigere Temperaturen ausreichen.
B.Shevchenko--BTB