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Vorne kurz, hinten lang: Europäischer Vokuhila-Wettbewerb kürt beste Frisur
"Vorne fürs Geschäft, hinten für die Party" - unter diesem Motto hat am Wochenende im belgischen Audregnies der alljährliche europäische Vokuhila-Frisurenwettbewerb stattgefunden. Hunderte Teilnehmer versammelten sich, um den markanten Haarschnitt zu feiern, bei dem die Haare an Stirn und Seiten kurz gehalten sind, während der hintere Teil ausufern darf. Gewinner des Wettbewerbs um die beste Frisur war ein Duo: Die 44-jährige Bérénice und der zwei Jahre ältere Samuel traten unter dem Künstlernamen "BesaMulet" an - "Mulet" oder "Mullet" ist die französische beziehungsweise englische Bezeichnung für den Vokuhila.
Die "Vorne kurz, hinten lang"-Frisur war besonders in den 80er Jahren populär. Bekannte Träger waren etwa der Fußballer Rudi Völler oder Pop-Legende David Bowie.
Der diesjährige Wettbewerb war bereits die vierte Mullet-Meisterschaft in Europa. Den Teilnehmern, von denen einige eigens aus Ländern wie Frankreich, Spanien oder England angereist waren, ging es dabei nicht nur um den Spaß - für einige ist die Frisur zu einer Lebenseinstellung geworden.
"Der Mullet ist offen - gegenüber anderen, gegenüber Andersartigkeit, gegenüber dem Abenteuer. Er hat eine wilde Seite", sagte Wettbewerbssprecher David Hubert, bekannt unter dem Pseudonym Edgar Funkel. Jury-Mitglied Lolita Demoustiez, bekannt als Dalita, hob hervor, dass im Wettbewerb nicht nur der Haarschnitt, sondern auch die Persönlichkeit der Träger gewürdigt werde, weshalb die Teilnehmer auch einen Fragebogen mit Angaben zu ihrer Person ausfüllen mussten.
Der 60-jährigen Belgierin Christine hat der Mullet nach eigenen Worten aus einer Lebenskrise geholfen. "Es fühlt sich einfach großartig an, und ich habe noch immer keine Antidepressiva genommen. Es lebe der Mullet", sagte die silberhaarige Wettbewerbsteilnehmerin.
F.Wagner--VB