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Charles III. nach Festnahme von Andrew: "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen"
Nach der Festnahme seines Bruders Andrew im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre hat der britische König Charles III. die Unabhängigkeit der Justiz betont und den Ermittlern erneut seine Zusammenarbeit angeboten. "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen", erklärte der Monarch am Donnerstag. Zuvor hatte die britische Polizei Andrew im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen, es geht um mutmaßliches "Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen".
"Nun folgt das faire und ordnungsgemäße Verfahren, in dem diese Angelegenheit von den zuständigen Behörden sachgerecht untersucht wird", erklärte Charles in einer seltenen, persönlich unterzeichneten Stellungnahme. "Wie ich bereits gesagt habe, haben sie dabei unsere volle und uneingeschränkte Unterstützung und Zusammenarbeit." Ausdrücklich fügte der König hinzu: "Ich möchte ganz klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen."
Andrew Mountbatten-Windsor, der wegen seiner Verwicklung in den Fall Epstein bereits den Prinzen-Titel abgeben musste, war durch die jüngste Veröffentlichung neuer Akten zu dem weltumspannenden Skandal noch stärker unter Druck geraten. Bei den nun zu seiner Festnahme führenden Ermittlungen geht es um Hinweise, dass Andrew in seiner Zeit als britischer Handelsgesandter möglicherweise vertrauliche Berichte an Epstein weitergab. Britische Handelsgesandte sind laut offiziellen Richtlinien zur Verschwiegenheit über im Zusammenhang mit ihren Reisen erlangte Informationen verpflichtet.
König Charles III. hatte seinem Bruder wegen des Epstein-Skandals bereits Ende vergangenen Jahres alle Titel und Ehren entzogen, nachdem posthum die Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre erschienen waren. Giuffre hatte darin detailliert ihren Vorwurf erneuert, der damalige Prinz Andrew habe Sex mit ihr gehabt, als sie erst 17 Jahre alt war.
T.Suter--VB