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Ein Putschversuch machte ihn berühmt: Britischer Söldner Simon Mann gestorben
Bekanntheit erlangte er durch einen versuchten Staatsstreich in Äquatorialguinea - nun ist der ehemalige britische Söldner Simon Mann im Alter von 72 Jahren gestorben. Laut britischen Medienberichten starb Mann vor wenigen Tagen beim Training in einem Fitnessstudio. Als Verantwortlicher hinter einem gescheiterten Putschversuch aus dem Jahr 2004 saß Mann fünf Jahre in Simbabwe und Äquatorialguinea im Gefängnis, bevor er von Äquatorialguinea begnadigt wurde und nach Großbritannien zurückkehrte.
Der Absolvent der prestigeträchtigen Militärakademie Sandhurst und Offizier Mann hatte im März 2004 versucht, den Präsidenten Äquatorialguineas Teodoro Obiang Nguema Mbasogo zu stürzen. Das kleine Land in Subsahara-Afrika galt in den frühen 1990er-Jahren als einer der größten Ölproduzenten des Kontinents.
Mann hatte sich mit Kämpfern einer südafrikanischen Militäreinheit und einem Flugzeug voller Waffen in Richtung Äquatorialguinea aufgemacht, um Obiang Nguema Mbasogo durch einen Oppositionellen zu ersetzen. Bei einem Zwischenstopp am Flughafen von Harare in Simbabwe wurde das Flugzeug jedoch abgefangen und alle Beteiligten wurden festgenommen. Nach seiner Auslieferung an Äquatorialguinea wurde Mann 2008 zu 34 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, später jedoch "aus humanitären Gründen" begnadigt.
P.Keller--VB