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Baugenehmigungen auch im März gestiegen - Folgen von Iran-Krieg befürchtet
Auch nach Beginn des Iran-Krieges ist die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland weiter gestiegen. Im März wurden 21.800 neue Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt - 11,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Branche befürchtet jedoch, dass sich die Folgen des Krieges in den kommenden Monaten negativ auswirken werden.
Im Vergleich zu den den vorherigen Monaten schwächte sich der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen bereits etwas ab. Im Februar hatte der Anstieg im Vorjahresvergleich noch 24,1 Prozent betragen. Für das gesamte erste Quartal ergibt sich laut Statistikamt noch ein Plus von 14,6 Prozent - genehmigt wurden 63.500 neue Wohnungen.
Die meisten neuen Wohnungen entfielen den Angaben nach auf Mehrfamilienhäuser. Die Behörden genehmigten hier im ersten Quartal 33.100 Neubauwohnungen - 14,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Einfamilienhäusern gab es ein Plus von 13,7 Prozent auf 12.100. Zudem wurden 3600 Wohnungen in Zweifamilienhäusern, 2800 in Wohnheimen und 1400 in Nichtwohngebäuden genehmigt. Hinzu kommen 10.500 neue Wohnungen durch Umbaumaßnahmen in bestehenden Gebäuden.
"Die Genehmigungszahlen steigen weiter, das ist ein ermutigendes Signal", erklärte der Chef des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa. "Der Positivtrend des vergangenen Jahres setzt sich fort." Grund für Euphorie sei dies jedoch nicht. "Wenn wir den Bedarf im Land decken wollen, mussten mindestens 10.000 Genehmigungen zusätzlich reinkommen - und das pro Monat."
Es damit zu rechnen, "dass der anhaltende Konflikt im Mittleren Osten dem sich erholenden Wohnungsbau einen spürbaren Dämpfer verpassen wird", erklärte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. "Der Anstieg der Baugenehmigungen in Richtung Sommer dürfte deshalb zunächst gedämpfter ausfallen." Der Ökonom zählte drei Faktoren auf: steigende Zinsen, sinkender Kaufkraft und höhere Kraftstoffpreise, die auch die Materialkosten erhöhen.
R.Braegger--VB