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Hamburg-Berlin: Bahn weist Kritik von Ländern wegen Sanierungsverzögerung zurück
Die Deutsche Bahn wehrt sich gegen Kritik aus den Bundesländern wegen der Verzögerungen der Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin. Der Konzern weise die "geäußerten Vorwürfe zurück", erklärte die DB am Mittwoch. Zuvor hatten die Regierungschefs von Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein einen Beschwerdebrief an Bahn-Chefin Evelyn Palla geschickt.
Die Bahn hatte am Montagabend überraschend mitgeteilt, dass die Bauarbeiten auf der Strecke zuletzt wegen des kalten Wetters nicht wie geplant hatten voranschreiten können. Die Wiederinbetriebnahme werde sich daher um unbestimmte Zeit verzögern. Die wichtige Strecke ist wegen der Sanierung seit August voll gesperrt, nach bisherigem Plan sollte sie zum 30. April wieder in Betrieb genommen werden.
Die Länderchefs beschwerten sich in ihrem Brief, über den zunächst die "Bild"-Zeitung berichtete, unter anderem darüber, nicht vorab über die Bauverzögerung informiert worden zu sein. "Eine derartige Informations- und Koordinationslücke ist für das Vertrauen in die Infrastrukturpolitik des Bundes schädlich", schrieben sie an Palla.
"Sobald die Entscheidung dazu gefallen ist, hat die Bahn unverzüglich und transparent informiert", entgegnete dem die Bahn. Der Baustellenplan sei "aufgrund der anhaltend kalten Witterung mit Dauerfrost und Schneefällen auch zu Beginn dieser Woche" am Montag neu bewertet worden und nun laufe die Umplanung. Darüber habe der Konzern umgehend informiert, Bund, Länder und Kommunen seien vor der Presse unterrichtet worden.
Die Länderchefs Kai Wegner (CDU), Dietmar Woidke (SPD), Peter Tschentscher (SPD) und Daniel Günther (CDU) sowie Länderchefin Manuela Schwesig (SPD) fordern nun einen "konkreten Maßnahmen- und Zeitplan bis zum 2. März". Dem erteilte die Bahn eine Absage: "Einen stabilen, realistischen und verlässlichen Terminplan legen wir, wie bereits am Montag angekündigt, am 13. März vor."
K.Hofmann--VB