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Tarifverhandlungen zwischen Bahn und GDL: Vorerst wohl keine Eskalation
Eine Eskalation in den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL deutet sich vorerst nicht an. "Stand jetzt werden die Verhandlungen planmäßig fortgesetzt", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. GDL-Chef Mario Reiß hatte am Mittwoch den Ton gegenüber der Bahn verschärft und eine Absage der für übernächste Woche angesetzten Verhandlungsrunde in den Raum gestellt.
DB und GDL verhandelten seit Montag in der vierten Runde, am Freitag sollte diese Runde enden. Ab dem 23. Februar ist bereits die fünfte Runde geplant, erneut über mehrere Tage. Damit diese tatsächlich stattfindet, brauche es aber Bewegung seitens der Bahn, hatte Reiß am Mittwoch gewarnt. "Es besteht die Gefahr, dass wir den Tariftisch verlassen." Reiß reagierte damit auf das erste Angebot, das die Bahn in dieser Woche unterbreitet hatte.
Darin hatte der Konzern eine Lohnerhöhung "von in Summe sechs Prozent" vorgeschlagen, allerdings bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Reiß monierte, für das laufende Jahr bedeute dies lediglich 0,4 Prozent Steigerung, es brauche also Nachbesserungen. Die GDL fordert unter anderem acht Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten; darin enthalten ist etwa eine Erhöhung der Zulagen.
Die aktuellen Tarifverträge der Bahn mit der GDL waren am 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Beide Seiten hatten im Vorfeld eine zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis Ende Februar vereinbart.
A.Ammann--VB