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Trump hebt Strafzölle gegen Indien auf - Modi lobt Einigung
Wenige Tage nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Indien hat US-Präsident Donald Trump die von ihm verhängten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen das Land wieder aufgehoben. In dem am Freitag (Ortszeit) von Trump unterzeichneten Dekret heißt es, Indien habe "sich verpflichtet, den direkten oder indirekten Import von Öl aus Russland einzustellen". Indiens Premierminister Narendra Modi pries die Einigung am Samstag als "großartige Neuigkeit".
Die Strafzölle wurden demnach am Samstag um 00.01 Uhr (Ortszeit, 06.01 MEZ) gestrichen. In einer separaten Erklärung machte das Weiße Haus weitere Angaben zu dem Handelsabkommen mit Indien. Demnach umfasst es die Abschaffung von Zöllen auf bestimmte Flugzeuge und Flugzeugteile. Zudem beabsichtige Indien, in den kommenden fünf Jahren Energieträger, Flugzeuge und Flugzeugteile, Edelmetalle, Technologieprodukte und Kokskohle im Wert von 500 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 423,1 Milliarden Euro) aus den USA zu kaufen.
Trump hatte am Montag erklärt, Indien und die USA hätten sich auf ein Handelsabkommen geeinigt, das unter anderem einen Verzicht Indiens auf Erdölimporte aus Russland und eine Senkung der Zölle auf indische Produkte auf 18 Prozent vorsehe. Ende 2025 hatten die Zölle noch 50 Prozent betragen.
Modi bestätigte das Abkommen und pries den "persönlichen Einsatz" von Trump für die Stärkung der bilateralen Beziehungen. Die Einigung spiegele "die wachsende Tiefe, das Vertrauen und die Dynamik" zwischen beiden Ländern wider und sei eine "großartige Neuigkeit für Indien und die USA", erklärte Indiens Premierminister am Samstag im Onlinedienst X.
Der Regierung in Neu-Delhi zufolge einigten sich Indien und die USA zudem auf eine Ausweitung ihrer Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich.
Zu einem möglichen Verzicht auf russisches Erdöl äußerte Modi sich allerdings nicht. Der Kreml erklärte dazu, er habe keine Angaben in dieser Hinsicht von Indien erhalten. Die US-Regierung hatte Indien in den vergangenen Monaten vorgeworfen, der Kauf von russischem Erdöl befördere den Krieg Russlands gegen die Ukraine.
H.Kuenzler--VB