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EU fordert von Tiktok Änderung "süchtig machender" Funktionsweise
Die EU hat den Onlinedienst Tiktok aufgefordert, die "süchtig machende" Funktionsweise der Videoplattform zu ändern. Die EU-Kommission erklärte am Freitag, erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass Tiktok nicht ausreichend berücksichtige, "wie diese süchtig machenden Funktionen die körperliche und psychische Gesundheit seiner Nutzer" beeinträchtigen können. Als Beispiele für Änderungen nannte die Kommission die Abschaffung des "unendliche Scrollens", die Einführung effektiver Bildschirmpausen sowie die Anpassung des "hochgradig personalisierten Empfehlungssystems".
Die Behörde warf Tiktok vor, "wichtige Anzeichen für eine zwanghafte Nutzung der App" zu ignorieren, etwa die von Kindern nachts auf der Plattform verbrachte Zeit. Das Unternehmen müsse die Funktionsweise in Europa ändern, "um unsere Minderjährigen und deren Wohlbefinden zu schützen", sagte EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen.
Brüssel hatte die Untersuchung im Februar 2024 eingeleitet - die erste gegen Tiktok unter dem EU-Gesetz für digitale Dienste (DSA). Die Ermittlungen sollten sich vor allem darauf konzentrieren, ob Tiktok genug tut, um negative Auswirkungen auf junge Menschen zu vermeiden.
Tiktok hat nun die Möglichkeiten, auf die Anschuldigungen zu reagieren. Sollte sich die Auffassung der Kommission bestätigen, könnte dies eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von Tiktok zur Folge haben.
E.Gasser--VB