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China kritisiert und droht EU wegen Brüsseler Vorgehen gegen Windturbinenhersteller
China hat die Anti-Dumping-Untersuchung der EU gegen den chinesischen Windturbinenhersteller Goldwind scharf kritisiert. Brüssel nutze erneut "diskriminierende und restriktive Maßnahmen gegen chinesische Unternehmen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking am Mittwoch. Diese "protektionistischen Signale" schadeten "dem Image der EU und beeinträchtigen das Vertrauen chinesischer Unternehmen in Investitionen in Europa".
Die EU-Kommission ermittelt wegen mutmaßlich illegaler Staatshilfen für Goldwind. Brüssel vermutet, dass Subventionen aus Peking dem Unternehmen einen unfairen Vorteil auf dem europäischen Markt verschafft haben. Europäische Firmen hätten dadurch einen Preisnachteil. Eine entsprechende Branchenuntersuchung läuft bereits seit fast zwei Jahren. Goldwind ist das erste Unternehmen, dem die Kommission konkrete Vorwürfe machte.
Die EU-Kommission macht Peking in mehreren Sektoren ähnliche Vorwürfe. Neben den Windturbinen betrifft das auch die Solarbranche, Medizinprodukte und Elektroautos. Brüssel hat deshalb bereits Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos verhängt. Beide Seiten verhandeln seit Monaten über eine Lösung in dem Handelsstreit.
C.Stoecklin--VB