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Bundesnetzagentur: Gasversorgung trotz historisch niedriger Füllstände gesichert
Die Bundesnetzagentur geht trotz ungewöhnlich niedriger Füllstände der deutschen Gasspeicher nicht von einer Mangellage in diesem Winter aus. "Die Gasspeicher-Füllstände sind weiter wichtig, aber kein Indiz für eine Gasmangellage", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Die Versorgungslage hat sich in den vergangenen Jahren verändert."
Deutschland verfüge über unterschiedliche Importmöglichkeiten, erklärte Müller. "Gasmengen können über Pipelines sowie über die neuen LNG-Terminals importiert werden", sagte er. "Auch die Preise an den Großhandelsmärkten lassen keine Knappheiten erkennen, auch wenn sie zuletzt gestiegen sind."
Die Gasversorgung in Deutschland sei stabil, erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur. "Wir schätzen die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein", sagte er. "Trotzdem ist es immer richtig, mit Gas achtsam umzugehen, um das eigene Budget zu schonen", fügte er mit Blick auf die Verbraucher hinzu.
Der Behördenchef mahnte jedoch rechtzeitige Vorkehrungen für den nächsten Winter an. "Richtig ist auch, jetzt schon den Winter 2026/27 in den Blick zu nehmen, da Deutschland mit niedrigen Füllständen aus diesem Winter gehen wird", sagte Müller.
Experten sprechen von einem historischen Tief der Gasspeicher-Füllstände in diesem Jahr. Derzeit liegen sie Daten des Portals AGSI zufolge noch bei rund 36 Prozent. Zum Vergleich: Ende Januar 2025 betrugen sie 58 Prozent, Ende Januar 2024 waren es sogar 76 Prozent.
C.Koch--VB