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Microsoft reagiert auf kartellrechtliche Bedenken der EU - vermeidet Geldstrafe
Der US-Technologieriese Microsoft hat Zugeständnisse bei der Trennung seiner Kommunikationsanwendung Teams und seinen Textverarbeitungsprodukten gemacht und damit eine Geldstrafe der EU-Kommission vermieden. Die Entscheidung öffne "den Wettbewerb in diesem wichtigen Markt", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera am Freitag. Unternehmen könnten sich nun frei für die Kommunikationsprodukte entscheiden, die am besten ihrem Bedarf entsprechen.
Brüssel hatte 2023 Ermittlungen gegen Microsoft eingeleitet, nachdem der Wettbewerber Slack Beschwerde eingereicht hatte. Die Wettbewerbshüter warfen Microsoft vor, seiner eigenen Software Teams einen unfairen Vorteil zu verschaffen, weil sie in die Büropakete Office 365 und Microsoft 365 eingebunden war. Der Konzern sagte seitdem bereits Änderungen zu, die der Kommission aber nicht weit genug gingen.
Im Mai dieses Jahres legte Microsoft dann noch einmal nach und sagte zu, seine Office-Programme künftig auch ohne Teams und zu einem geringeren Preis anzubieten. Nutzerinnen und Nutzer sollen zudem ohne Hindernisse zu einer solch günstigeren Version wechseln können. Außerdem sagte Microsoft zu, der Konkurrenz Daten zur Verfügung zu stellen. Konkurrierende Entwickler könnten dann einfacher Links zu Microsoft Word, Excel oder Powerpoint einbauen und ihre Programme mit den Office-Paketen kompatibel machen.
Nach Angaben der EU-Kommission sind diese Zusagen für die nächsten mindestens sieben Jahre rechtlich bindend. Sollte Microsoft sich nicht daran halten, droht dem Konzern eine Geldstrafe in Höhe von bis zu zehn Prozent seines weltweiten jährlichen Umsatzes.
R.Buehler--VB