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Immer mehr Beschwerden: Verbraucherschützer fordern besseren Schutz bei Online-Krediten
Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Beschwerden drängen Verbraucherschützer auf einen besseren Schutz bei Online-Krediten. "Wenn nur noch ein Kästchen angeklickt werden muss, um einen Kredit aufzunehmen, haben Betrüger leichtes Spiel", kritisierte am Dienstag die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop. "Damit Online-Kreditvergaben nicht zum Einfallstor für Betrugsmaschen werden, muss eine Unterschrift weiter Voraussetzung für den Abschluss eines Kreditvertrags bleiben."
Die Bundesregierung wolle die Regeln zur Aufnahme eines Online-Kredits lockern, kritisierten die Verbraucherschützer. Im Anfang September vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf für die Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie seien "wichtige Präventionsmaßnahmen für Kreditbetrug abgebaut" worden. Daher forderte Pop: "Wer einen Online-Kredit aufnimmt, sollte auch künftig einen Kreditvertrag unterschreiben müssen."
Nach Angaben des vzbv erfassten die 16 Verbraucherzentralen im ersten Halbjahr dieses Jahres knapp 4500 Beschwerden zum Thema Verbraucherdarlehen, 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die vermehrten Beschwerden betreffen demnach vor allem den digitalen Kreditbereich. Hauptbeschwerdegrund bei online vertriebenen Verbraucherdarlehen wiederum seien untergeschobene Verträge. Analysen des vzbv hätten gezeigt, "dass die einfache Zugänglichkeit von Kreditaufnahmen Betrugsmöglichkeiten erleichtern".
R.Buehler--VB