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EU geht gegen Lebensmittelverschwendung und "Fast Fashion" vor
Das EU-Parlament hat grünes Licht für ein Gesetz zur Reduzierung von Lebensmittel- und Textilabfällen gegeben. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag in Straßburg für die überarbeitete Gesetzgebung, die den EU-Ländern verbindliche Ziele bei der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung auferlegt. Textilhersteller werden für das Sammeln, Sortieren und Recycling in die Pflicht genommen.
Brüssel geht davon aus, dass die 27 Mitgliedstaaten jährlich 130 Kilogramm Lebensmittelabfälle und 15 Kilogramm Textilabfälle pro Person produzieren. Mit den neuen Maßnahmen sollen Wasser, Düngemittel und Energie für die Herstellung von Lebensmitteln gespart werden, die später ohnehin im Abfall landen. Die gleiche Logik gilt für Textilien. Demnach verbraucht die Herstellung eines einzelnen Baumwollhemds 2700 Liter Wasser.
Es liegt nun in der Verantwortung der EU-Länder, den Lebensmittelabfall in Restaurants, von Händlern und Privathaushalten bis 2030 um 30 Prozent zu verringern. Der Abfall bei der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung soll um zehn Prozent reduziert werden. Kritik an dem Gesetz kam unter anderem aus der Gastronomie.
Die neuen Textilregeln umfassen neben Kleidung viele weitere Produkte, von Teppichen bis zu Matratzen. Nach Angaben der EU werden derzeit weniger als ein Prozent aller Textilien weltweit recycelt. Das Parlament hofft, dass die Maßnahmen den Auswirkungen billiger Textilimporte, insbesondere aus China, entgegenwirken können.
K.Sutter--VB