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Trump-Zölle: US-Defizit im Außenhandel steigt im Juli
Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump erzeugt weiter Unsicherheit: Anders als von Trump beabsichtigt weitete sich das US-Außenhandelsdefizit im Juli stark aus. Wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, überstieg der Wert der US-Importe den der Exporte um 78,3 Milliarden Dollar (gut 67 Milliarden Euro). Das war fast ein Drittel mehr als im Juni. Experten hatten weniger erwartet.
Trump will mit den US-Importzöllen die Einfuhren bremsen und die US-Wirtschaft anzukurbeln. In Erwartung noch höherer Aufschläge im August füllten aber offenbar viele US-Händler im Juli ihre Lager auf.
Nach den Zahlen des Handelsministeriums stiegen die US-Importe von Waren und Dienstleistungen im Juli um 5,9 Prozent auf 358,8 Milliarden Dollar. Stärker eingeführt wurden unter anderem Computerzubehör und Automobilteile. Die Exporte aus den USA stiegen leicht um 0,3 Prozent auf 280,5 Milliarden Dollar.
Trump hatte Anfang August zunächst extrem hohe Zölle für die meisten Handelspartner angekündigt, senkte die meisten zwischenzeitlich aber auf zehn Prozent ab. Seit dem 7. August gilt für die EU ein Satz von 15 Prozent für die meisten Produkte. Für andere Länder liegt er teils deutlich höher.
K.Sutter--VB