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Immer mehr Menschen nehmen Ratenkredit auf: Zahl steigt auf über zehn Millionen
Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen einen Ratenkredit auf - auch für kleinere Anschaffungen. Die Zahl dieser Kredite stieg im vergangenen Jahr erstmals auf über zehn Millionen, wie die Auskunftei Schufa am Dienstag mitteilte. Die Hälfte blieb dabei unter der Summe von 1000 Euro. Die Schufa warnte vor dem potenziellen Risiko der Überschuldung durch zu viele Kleinkredite gleichzeitig - besonders durch Angebote wie "Buy now pay later".
In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Ratenkredite laut Schufa kontinuierlich - von knapp 6,7 Millionen im Jahr 2020 auf etwas mehr als zehn Millionen Ende 2024. Dieser Anstieg gehe vor allem auf den starken Zuwachs an Kleinkrediten unter 1000 Euro zurück, erklärte die Auskunftei. 2020 lag ihr Anteil noch bei rund 20 Prozent.
Der Zuwachs an neu aufgenommenen Krediten führt zu mehr laufenden Krediten: Ihre Zahl stieg in den fünf Jahren seit 2020 von 17,6 Millionen auf 19,6 Millionen im Jahr, wie die Schufa weiter mitteilte. Die Anzahl der Kleinkredite darunter habe sich in dieser Zeit von 1,3 Millionen auf 3,8 Millionen nahezu verdreifacht.
"Dieser starke Anstieg der laufenden Kleinkredite unterstreicht das potenzielle Überschuldungsrisiko durch zu viele Kleinkredite wie etwa von Buy-Now-Pay-Later", erklärte Ole Schröder aus dem Vorstand der Schufa. "Verbraucher verlieren leichter den Überblick über die monatlichen Raten und damit die Gesamtschuldenlast."
Mit der Bezahlmethode Buy now pay later (Jetzt kaufen, später bezahlen) können Verbraucherinnen und Verbrauchern die Rechnung für ihre - meist online - gekaufte Ware später und/oder in Raten aufgeteilt zahlen. In der Regel wird diese Bezahlmethode von spezialisierten Zahlungsdienstleistern angeboten, die mit den Online-Shops zusammenarbeiten. Die Zahlung wird somit in der Regel von Dritten abgewickelt und nicht vom Verkäufer selbst.
F.Mueller--VB