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Alibaba sagt Konzernumbau wegen US-Chip-Beschränkungen teilweise ab
Der chinesische Online-Konzern Alibaba hat einen zentralen Schritt seiner Umstrukturierungspläne wegen der Exportbeschränkungen der USA für hochmoderne Computerchips wieder einkassiert. Alibaba kündigte am Donnerstag mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen an, seine Cloud-Sparte wegen der verschärften US-Maßnahmen nicht wie geplant auszulagern und separat an die Börse zu bringen. Die Aktie des Konzerns stürzte daraufhin ab.
Alibaba hatte im März eine umfassende Neustrukturierung angekündigt: Der Konzern sollte in sechs Einheiten aufgespalten werden, die jeweils an die Börse gebracht werden sollten. Die Cloud-Computing-Sparte galt als besonders wertvoll, ihr Börsengang sollte Milliarden einbringen.
Alibaba erklärte nun, dass die Abspaltung wegen der US-Exportbeschränkungen "möglicherweise nicht den beabsichtigten Effekt der Wertsteigerung für die Aktionäre erzielen" würde. "Dementsprechend haben wir uns entschieden, keine vollständige Abspaltung vorzunehmen." Beobachter zeigten sich überrascht von der Entscheidung.
Die USA hatten vor gut einem Jahr damit begonnen, den Verkauf von Mikrochips nach China zu beschränken. Die Regierung von Präsident Joe Biden gibt an, China von der Entwicklung auf Künstlicher Intelligenz basierender militärischer Systeme abhalten zu wollen. Im Oktober verschärfte Washington die Beschränkungen weiter.
O.Schlaepfer--VB