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Einzelhandel in China setzt deutlichen Aufwärtstrend auch im Oktober fort
Der Einzelhandel in China ist im Oktober deutlich gewachsen: Nach Angaben aus Peking vom Mittwoch stiegen die Umsätze im vergangenen Monat um 7,6 Prozent im Jahresvergleich, nach 5,5 Prozent im September. Das war der stärkste Anstieg seit Mai. Grund dafür war unter anderem eine längere Strecke an freien Tagen zum Monatsbeginn anlässlich des Nationalfeiertags am 1. Oktober - aber auch ein Basiseffekt wegen schwacher Zahlen vor einem Jahr.
Andere Indikatoren der chinesischen Wirtschaft deuten hingegen auf eine anhaltende Schwäche der Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hin. Noch immer hat sich die chinesische Wirtschaft nicht von den Ende des vergangenen Jahres eingestellten strikten Corona-Maßnahmen erholt. So gehen die Exporte seit Monaten zurück, zudem rutschte China im Oktober wieder in die Deflation, was Unternehmen stark belastet und in eine Abwärtsspirale mit Entlassungen führen kann.
Aus dem Einzelhandel, der als wichtigster Indikator für den Konsum der chinesischen Haushalte und als Konjunkturstütze gilt, kamen nun aber positive Impulse. So zogen die Umsätze von Lebensmitteln und Getränken um 17,1 Prozent an, da die Menschen auch wieder häufiger in Restaurants gingen. Vor einem Jahr herrschten wegen der Corona-Krise noch strikte Vorkehrungen, vieles war geschlossen.
Die Industrieproduktion zog im Oktober um 4,6 Prozent an, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die Arbeitslosigkeit in China blieb konstant bei 5,0 Prozent. Allerdings weisen die Behörden die hohe Jugendarbeitslosigkeit auch nicht mehr gesondert aus. Sie lag im Juni bei über 21 Prozent.
J.Marty--VB