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Kauf von Weihnachtsgeschenken verlagert sich weiter ins Internet
Die Corona-Pandemie hat das Shoppen von Weihnachtsgeschenken offenbar nachhaltig verändert. Einer aktuellen Untersuchung des Beratungsunternehmens EY zufolge ist nur noch für 39 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher das "vorweihnachtliche Shoppingerlebnis in den Innenstädten" wichtig. 2019 lag dieser Anteil noch bei 59 Prozent. An Bedeutung gewonnen hat hingegen der Onlinehandel: 62 Prozent der Befragten suchen im Internet nach Geschenken, fast jeder zweite Euro wird mittlerweile dort ausgegeben.
Insgesamt wollen die Menschen in Deutschland der Untersuchung zufolge in diesem Jahr bei Weihnachtsgeschenken sparen. 27 Prozent der Erwachsenen wollen weniger Geld ausgeben als im vergangenen Jahr. Im Schnitt liegt das Budget bei 250 Euro. Das sind zwar nur zwei Euro weniger als im Vorjahr, es ist aber der niedrigste Wert seit 2014. Die hohe Inflation führt außerdem dazu, dass sich die Verbraucher weniger von ihrem Geld kaufen können.
Zugleich steigt das Budget für den Geschenkekauf im Internet: von 111 auf 117 Euro. Mit weniger Umsatz müssen laut EY hingegen Kaufhäuser und Einkaufszentren rechnen: Im Durchschnitt wollen die Verbraucher dort nur noch 44 Euro ausgeben, statt 53 Euro im Vorjahr.
"Die Pandemie hat viele Menschen von Innenstädten und Weihnachtsmärkten entfremdet und zu Online-Shoppern gemacht", erklärte Michael Renz von EY. "Zudem arbeiten viele immer noch von zu Hause aus und scheuen den Weg in die Shopping-Zentren."
Die sinkenden Geschenkbudgets führt Renz auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten, die schwache Konjunkturlage und die Vielzahl politischer Krisen zurück. "Für den Handel wird die Situation immer schwieriger. Denn berücksichtigt man noch die Inflation, müssen wir einen massiven Einbruch bei den Geschenkbudgets in den vergangenen drei Jahren und erhebliche reale Umsatzeinbußen konstatieren."
I.Stoeckli--VB