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Mondumrundung von japanischem Milliardär mit neuer SpaceX-Rakete wird verschoben
Auch Superreichen wird nicht jeder Wunsch prompt erfüllt: So hat der japanische Milliardär Yusaku Maezawa am Donnerstag bekannt gegeben, dass seine für dieses Jahr geplante Mondumrundung mit der neuen SpaceX-Rakete Starship auf unbestimmte Zeit verschoben wird. "Wir hatten unsere Mond-Orbit-Mission 'dearMoon' für 2023 geplant, aber es scheint so, dass es ein bisschen länger dauern wird", erklärte Maezawa am Donnerstag im Onlinedienst X, ehemals Twitter.
"Wir sind nicht sicher, wann der Flug stattfinden wird", räumte der japanische Unternehmer ein. Die Mission war 2018 angekündigt worden. Die Starship-Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX, die für die Umrundung des Erdtrabanten genutzt werden soll, befindet sich aber noch in der Entwicklung.
Auf der Website der "dearMoon"-Mission hieß es, die Verschiebung von Maezawas Flug sei "der noch laufenden Entwicklung von Starship geschuldet". Beim ersten Flugtest der Rakete im April, der wegen eines Defekts am Antrieb nach vier Minuten fehlschlug, seien "viele Lektionen gelernt" worden, die Überarbeitungen nötig gemacht hätten. Nach Angaben von SpaceX könnte der zweite Starship-Flugtest abhängig von den notwendigen Genehmigungen "bereits Mitte November" stattfinden.
Maezawa, der sein Vermögen mit Japans größtem Online-Modeversandhaus gemacht hat, war 2021 bereits mit einer russischen Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Für die Mondumrundung, bei der keine Landung auf dem Erdtrabanten vorgesehen ist, hat der Milliardär alle Plätze an Bord gebucht. Im Rahmen eines Wettbewerbs wählte er 2021 aus internationalen Künstlern seine acht Begleiterinnen und Begleiter auf dem sechstägigen Weltraumtrip aus.
F.Stadler--VB