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Australiens Premier verspricht "konstruktive Zusammenarbeit" mit China
Nach jahrelangen diplomatischen Spannungen mit Peking hat Australiens Premierminister Anthony Albanese eine "konstruktive Zusammenarbeit" mit China zugesagt. "Konstruktives wirtschaftliches Engagement zwischen Ländern hilft beim Aufbau von Beziehungen", deshalb werde seine Regierung "weiterhin konstruktiv mit China arbeiten", sagte Albanese am Sonntag bei der Eröffnung der Internationalen Importmesse (CIIE) in Shanghai. China und Australien bemühen sich derzeit um eine Annäherung.
Albanese ist der erste australische Regierungschef seit sieben Jahren, der China besucht. Er wird sich insgesamt vier Tage in der Volksrepublik aufhalten.
China ist Australiens größter Handelspartner, durch die diplomatische Eiszeit zwischen beiden Ländern wurde in den vergangenen Jahren jedoch Handel in Milliardenhöhe eingeschränkt.
Die Regierung Albanese bemüht sich um freundschaftlichere Beziehungen mit China, setzt sich aber zugleich gegen Pekings Streben nach mehr Einfluss im Pazifik zur Wehr.
Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums wird Albanese ranghohe chinesische Vertreter treffen und sich "ausführlich" über "Ansichten über bilaterale Themen sowie über internationale und regionale Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse" austauschen. Der wohlwollende Ton steht in starkem Kontrast zu dem vor drei Jahren, als die bilateralen Beziehungen einen Tiefpunkt erreicht hatten.
Im Jahr 2020 hatte sich China verärgert über den Ausschluss von 5G-Verträgen mit dem chinesischen Konzern Huawei und die Forderung Canberras nach einer unabhängigen Untersuchung der Ursachen der Corona-Pandemie gezeigt. Peking erhob infolgedessen Strafzölle auf wichtige australische Exportprodukte.
Nach dem Amtsantritt der liberalen Regierung von Albanese im vergangenen Jahr hob China die Zölle auf australische Rohstoffe wieder auf.
An der sechsten China International Import Expo (CIIE) nehmen nach Angaben der Veranstalter mehr als 3400 Aussteller teil. Sie findet erstmals seit Aufhebung der strikten Corona-Beschränkungen durch Peking statt.
A.Ruegg--VB