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Deutsche-Bank-Manager: An Stellenkürzungen bei Postbank "führt kein Weg vorbei"
Die von der Deutschen Bank bei der Tochter Postbank angekündigte Schließung von rund 250 Filialen wird auch zu Stellenkürzungen führen. "Daran führt kein Weg vorbei", sagte der Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, Claudio de Sanctis, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ziel sei es aber, "Mitarbeiter nach Möglichkeit in anderen Funktionen einzusetzen".
De Sanctis hatte am Montag in der "Financial Times" angekündigt, dass bis Mitte 2026 bis zu 250 der 550 Postbank-Filialen geschlossen werden sollen. Die Gewerkschaft Verdi erklärte, damit dürften mehrere hundert bis tausende Stellen wegfallen.
Der Manager nannte keine Zahlen in der "FAS". Er rechtfertigte die Schließungen mit den Worten, er wolle auch für die Mitarbeiter heute die Grundlage für eine Wachstums- und Erfolgsgeschichte legen - für die Marke Deutsche Bank ebenso wie für die Postbank. "Dazu muss ich jetzt handeln", sagte de Sanctis. "Viel schlimmer wäre doch, wenn wir nichts täten und am Ende noch mehr Arbeitsplätze wegfallen würden." Das könnten auch die Arbeitnehmervertreter nicht wollen.
De Sanctis wiederholte in dem Interview, dass die Probleme, die wegen des Umzugs sämtlicher Kundendaten von der Postbank auf die IT-Systeme der Deutschen Bank entstanden sind, "bis Jahresende auf alle Fälle abgearbeitet" sein würden. "Bedeutet dies, dass ich von Januar an jedem Kunden zusichern kann, dass aus anderen Gründen Verzögerungen vollständig ausgeschlossen sind? Bei zwölf Millionen Kunden wird es diese Einzelfälle geben", schränkte der Manager ein.
Die Postbank solle eine "Mobile-first-Bank" werden, sagte de Sanctis. Er kündigte eine Weiterentwicklung der bestehenden App für Kundinnen und Kunden der Postbank an, dies soll zwölf bis 18 Monate in Anspruch nehmen. Die neue App müsse "grundlegende Bank-Dienstleistungen hervorragend abdecken und vor allem intuitiv zu handhaben sein", sagte der Manager. Für Fragen dazu oder für andere Fragen würden die Postbank-Beschäftigten "zur Verfügung stehen". Das solle nach wie vor in der Filiale geschehen.
Vor allem aber die persönliche Vor-Ort-Beratung bei wichtigen Finanzentscheidungen, die das eigene Leben verändern, werde "eben doch gebraucht", sagte de Sanctis. Er nannte zum Beispiel den Abschluss eines Baukredites. "Die meisten Menschen machen so etwas einmal im Leben. Zu Recht will man in solch einem wichtigen Moment einem Menschen aus Fleisch und Blut persönlich gegenübersitzen."
C.Koch--VB