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Umweltbundesamt kritisiert EU-Pläne für Pestizidreduktion scharf
Das Umweltbundesamt (UBA) hat EU-Pläne für die Reduktion des Pestizideinsatzes scharf kritisiert. Die im bisherigen Entwurf des Gesetzes vorgesehene Berechnungsmethode sei "irreführend" erklärte UBA-Präsident Dirk Messner am Mittwoch. "Hier sollte nachgebessert werden."
Die EU-Kommission hatte im vergangenen Juni einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der eine Halbierung des Pestizideinsatzes bis 2030 vorsieht. Am Dienstag hatte der Umweltausschuss im EU-Parlament sich damit befasst und seine Position für anstehende Verhandlungen festgelegt.
"Die nun im Ausschuss abgestimmte Position hat aber noch entscheidende Schwachstellen, allen voran die Methode, mit der der Fortschritt gemessen werden soll", erklärte Messner. Sowohl EU-Kommission als auch Parlamentsausschuss befürworten, dass maßgeblich die verkaufte Menge an Pestiziden betrachtet werden soll.
Das ist nach Auffassung des UBA "wenig sinnvoll": "Denn je wirksamer und damit auch giftiger ein Pestizid ist, desto geringer sind seine Einsatz- und Verkaufsmengen." In der Folge würden hochwirksame und giftige Insektizide kaum in die Berechnung einfließen. Herbizide oder Wirkstoffe natürlichen Ursprungs hingegen, "die in viel größeren Mengen eingesetzt werden müssen, um wirksam zu sein", würden hingegen zu stark gewichtet.
C.Koch--VB