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Mitsubishi stellt Produktion in China ein
Wegen der rasanten Elektrifizierung des chinesischen Automarktes zieht der japanische Autobauer Mitsubishi Motors die Reißleine und stellt seine Produktion in der Volksrepublik ein. In China beschleunige sich der Übergang zu Elektrofahrzeugen "schneller als erwartet", erklärte Mitsubishi am Dienstag zur Begründung. Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern gebe es "erhebliche Veränderungen in ihrer Marken- und Segmentwahl".
Angesichts dieser Entwicklung werde "die lokale Produktion von Fahrzeugen der Marke Mitsubishi in China" eingestellt, teilte das Unternehmen mit. Außerdem werde das Joint Venture des japanischen Autobauers mit der chinesischen Guangzhou Automobile Group umstrukturiert; Guangzhou werde das Joint Venture vollständig übernehmen und die Produktionskapazitäten für die Elektrofahrzeugmarke Aion nutzen.
Im vergangenen Jahr machten batterieelektrische Fahrzeuge in China, dem größten Automarkt der Welt, bereits 20 Prozent des Neuwagenmarktes aus. In Westeuropa waren es laut einer Erhebung der Beratungsgesellschaft PwC 15 und in den USA 5,3 Prozent.
In Japan hingegen setzt die Branche verbreitet auf Hybridantriebe. Zwar markierten 59.000 neuzugelassene Elektroautos im vergangenen Jahr einen Verkaufsrekord und eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt machten batterieelektrische Fahrzeuge aber nur knapp zwei Prozent der Neuwagenkäufe aus.
Mitsubishi kündigte am Dienstag indes ebenfalls an, sich bei der Elektromobilität breiter aufstellen wollen. Bis zu 200 Millionen Euro sollen demnach in die Elektrofahrzeugsparte Ampere des französischen Partners Renault investiert werden. Mit dieser Investition zielt der japanische Konzern nach eigenen Angaben darauf ab, seine Entwicklungstechnologie weiter zu verbessern und sein Angebot an Elektrofahrzeugen zu erweitern.
R.Braegger--VB