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"Öko-Test" weist Pestizide in Schwarztees nach
Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat Pestizide in schwarzen Tees nachgewiesen, die in der Europäischen Union beim Anbau nicht erlaubt sind. Insgesamt fanden die Testenden zwölf verschiedene "Spritzgifte", wie Öko-Test am Donnerstag in Frankfurt am Main erklärte. Nur an zwei Tees gab es nichts auszusetzen. Fünf bekamen die schlechteste Note "ungenügend".
Als direkt gesundheitsschädlich stuften die Testenden die Pestizidrückstände nicht ein. "Wir bewerten sie als 'Spuren'. Sie sind nicht akut giftig", führten sie aus. Allerdings seien die Wechselwirkungen verschiedener Pestizide bislang wenig erforscht. In einem Tee wurden sieben verschiedene Pestizide nachgewiesen, der negative Spitzenwert im Test.
Sechs der zwölf nachgewiesenen Pestizide sind in der EU verboten oder nicht mehr zugelassen. Die Einfuhr aus anderen Ländern, in denen es kein Verbot gibt, ist allerdings weiterhin erlaubt. Dass eine Hintertür offengelassen werde, sei "absurd", kritisierte Kerstin Scheidecker, Chefredakteurin des Öko-Test. Die Pestizide seien teilweise nicht nur eine schwere Belastung für die Umwelt, auch die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Anbauländern setzen sich bei der Anwendung hohen gesundheitlichen Risiken aus".
Auch wenn keine akute Gefahr von den Tees ausgeht, empfehlen die Prüferinnen und Prüfer, im Zweifelsfall auf Bioprodukte zurückzugreifen. Diese seien deutlich weniger oder gar nicht mit Pestiziden belastet.
T.Egger--VB