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Einkommensgrenze für Wohnbau-Förderung für Familien erhöht sich ab Montag auf 90.000 Euro
Ab Montag kann das Förderprogram "Wohneigentum für Familien" auch von Familien mit mindestens einem Kind und einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 90.000 Euro in Anspruch genommen werden - bisher lag die Einkommensgrenze bei 60.000 Euro. "Mit der Wohneigentumsförderung unterstützen wir gezielt Familien, die sich den Traum von einem eigenen Haus erfüllen möchten", sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) dem Portal Web.de News (Samstag).
"Wir brauchen in Deutschland dringend mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien, für Studentinnen und Studenten, für Menschen, die vor Kriegen zu uns fliehen, wir brauchen mehr altersgerechte Wohnungen", sagte die Sozialdemokratin.
Mit jedem Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 10.000 Euro. Somit können etwa auch "Familien mit zwei Kindern und mit einem jährlich zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 100.000 Euro" die Förderung in Anspruch nehmen, sagte Geywitz.
Anspruchsberechtigte Familien können über das Programm einen zinsverbilligten Kredit für den Neubau oder Ersterwerb eines klimafreundlichen Hauses oder einer Wohnung bekommen. 2023 stellt der Bund dafür bis zu 350 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden nur Immobilien, bei denen der CO2-Fuaßbdruck über den gesamten Lebenszyklus gering ist.
Ina Scharrenbach, Heimat- und Bauministerin von Nordrhein-Westfalen, begrüßte die Anhebung der Einkommensgrenze grundsätzlich. "Sie kommt spät, aber sie kommt", sagte die CDU-Politikerin. Sie kritisierte jedoch die hohen Auflagen bezüglich der Klimafreundlichkeit der geförderten Immobilien als "lebensfremd". Aus Sicht von Scharrenbach wäre es zudem besser, wenn Familien die Darlehen auch beim Kauf einer Bestandsimmobilie beantragen könnten. "Letzteres wäre unter Nachhaltigkeitsaspekten eine sinnvolle Förderoption gewesen", fügte Scharrenbach hinzu.
Im Kampf gegen den Wohnungsmangel in Deutschland hatte sich die Bundesregierung im September auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Dieses enthält neben dem Förderprogramm für Familien auch einen Verzicht auf die ursprünglich geplante Verschärfung der Energiestandards bei Neubauten.
R.Braegger--VB