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Tarifeinigung: Streik bei General Motors in Kanada beendet
Der Streik in drei Werken des US-Autohersteller General Motors (GM) in Kanada ist nach wenigen Stunden wieder beendet worden. Der Konzern und die Gewerkschaft Unifor kamen am Dienstag (Ortszeit) zu einer Grundsatzeinigung in ihrem Tarifstreit. Wie auch in einer früheren Einigung beim Konkurrenten Ford ist darin eine Gehaltssteigerung um 15 Prozent über drei Jahre und zehn Prozent mehr Lohn bereits im ersten Jahr vorgesehen.
Rund 4300 Beschäftigte an drei GM-Standorten in der Provinz Ontario waren in der Nacht zum Dienstag in den Ausstand getreten. "Angesichts der Schließung dieser Schlüsselanlagen hatte General Motors keine andere Wahl, als sich ernsthaft an den Tisch zu setzen und den Plan zu akzeptieren", erklärte die Unifor-Vorsitzende Lana Payne.
"Dieses Abkommen bietet die historischen Lohnerhöhungen, die unsere Mitglieder brauchen, und deutliche Verbesserungen bei den Renten, die ihren Lebensstandard im Ruhestand schützen werden", fügte Jason Gale, einer der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, hinzu. Unifor hatte Ende September einen ähnlichen Abschluss mit dem Konkurrenten Ford erzielt, der dadurch Streiks in Kanada verhindert hatte.
In den USA wird hingegen seit Mitte September bei den drei großen US-Autobauer gestreikt. Neben Ford und GM wird dazu der Stellantis-Konzern gezählt, der aus dem Zusammenschluss von Fiat Chrysler und Peugeot entstanden ist. Die mächtige Gewerkschaft UAW fordert massive Gehaltssteigerungen. Am Sonntag hatte die US-Gewerkschaft bekanntgegeben, dass sich auch knapp 4000 Beschäftigte des Herstellers Mack Trucks, einer Tochtergesellschaft des schwedischen Unternehmens Volvo, dem Arbeitskampf anschließen.
R.Kloeti--VB