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1&1 verschiebt Start von Handynetz auf Dezember
Als vierter Handynetzbetreiber in Deutschland will sich 1&1 etablieren - doch noch lässt das Mobilfunknetz des Unternehmens aus Montabaur auf sich warten. Wie 1&1 am Montag mitteilte, verschiebt sich der zuletzt für September angepeilte Start nun auf Dezember. Hintergrund ist demnach, dass noch eine für November erwartete Entscheidung der Bundesnetzagentur aussteht. Dabei geht es um die gleichzeitige Bereitstellung von 5G-Tarifen des neuen 1&1-Roamingpartners Vodafone und von 4G-Diensten im eigenen Netz.
1&1 baut derzeit ein eigenes Mobilfunknetz auf, das ab dem kommenden Sommer auch 5G umfassen soll. 2019 hatte der Mutterkonzern United Internet bei der Auktion der Bundesnetzagentur 5G-Frequenzen ersteigert und will sich neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) als vierter Anbieter etablieren. Auf dem Weg dahin, ist das Unternehmen allerdings auf Roamingpartner angewiesen.
Anfang August hatte 1&1 mitgeteilt, dass eine "weitreichende National Roaming-Vereinbarung" mit Vodafone geschlossen wurde. Damit soll nach Unternehmensangaben sichergestellt werden, dass "Kundinnen und Kunden auch dort 5G nutzen können, wo während der Bauphase des neuen 1&1 Netzes noch keine eigene Versorgung gegeben ist". Parallel dazu soll es mobile 4G Dienste im eigenen Netz geben - unter Verwendung des National Roamings von Telefónica. Genau dafür ist aber grünes Licht der Bundesnetzagentur nötig, die diesen parallelen Vertrieb bislang bis Ende 2023 erlaubt.
"Wir haben einige Jahre lang darum gekämpft auch beim National Roaming den üblichen 5G-Standard zu erhalten", erklärte 1&1-Chef Ralph Dommermuth am Montag. "Leider war das im Rahmen des Telefónica Roaming-Vertrags nicht möglich." Nun würden im Dezember die mobilen Dienste "im ersten Schritt mit 4G" gestartet. Neukunden würden "übergangsweise" 5G-Tarife im bewährten Geschäftsmodell als virtueller Netzbetreiber angeboten. "Ab nächstem Sommer werden wir dann im neuen National Roaming mit Vodafone über 5G verfügen und parallel dazu die mobilen 5G-Funktionen in unserem Netz freischalten."
K.Hofmann--VB