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Französisches Startup sammelt zwei Milliarden Euro für Batteriefabrik in Dünkirchen
Ein französisches Start-up hat zwei Miliarden Euro Kapital für den Bau einer Batteriefabrik in Dünkirchen gesammelt. Davon seien 650 Millionen Euro staatliche Subventionen, die noch von der EU-Kommission genehmigt werden müssen, teilte das Unternehmen Verkor am Donnerstag mit. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte den "neuen Rekord für ein französisches Start-up". "Frankreich industrialisiert sich neu und stellt auf klimaneutrale Wirtschaft um", schrieb er im Onlinedienst X, vormals Twitter.
Die für 2025 geplante Fabrik soll zunächst den französischen Autobauer Renault mit Batterien für dessen E-Autos beliefern. Sie soll eine Produktionskapazität von jährlich etwa 16 Gigawattstunden habe. Die französische Regierung hat das Ziel ausgegeben, im Jahr 2030 zwei Millionen E-Autos zu produzieren.
Die Herstellung von Batterien wird bislang von asiatischen Unternehmen dominiert. Macron will die Produktion in Frankreich hochfahren, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Im Norden Frankreichs haben sich bereits mehrere Batterienfabriken angesiedelt: Der taiwanesische Konzern Prologium will 2026 ebenfalls in Dünkirchen eine Batteriefabrik eröffnen. Stellantis, TotalEnergies und Mercedes wollen in Douvrin Batterien herstellen, und Renault plant gemeinsam mit einem chinesischen Hersteller eine Fabrik in Douai.
Die EU-Kommission hatte für die staatliche Förderung von Batteriefabriken ihre Beihilferegelungen gelockert. Laut der Organisation Transport & Environment sind aktuell mindestens 22 Batteriefabriken in Europa geplant. Ihre Kapazität soll von 460 Gigawattstunden 2025 - ausreichend für acht Millionen Elektroautos - auf 730 Gigawattstunden 2030 steigen. In Deutschland wollen etwa Tesla, CATL aus China und Northvolt aus Schweden Batteriefabriken bauen.
J.Sauter--VB