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Studie attestiert Bundesbürgern verzerrte Wahrnehmung ihrer Kaufkraft
Beschäftigte der japanischen Warenhauskette Seibu streiken - erstmals seit 1962
Erstmals seit mehr als 60 Jahren sind die Beschäftigten der beliebten japanischen Warenhauskette Seibu in den Streik getreten. Die Kaufhäuser blieben am Donnerstag den ganzen Tag zu - das ist in Japan so selten, dass Fernsehjournalisten live berichteten und über dem Seibu-Gebäude in Tokio sogar aus einem Hubschrauber heraus gefilmt wurde. Die Kette soll an ein US-Unternehmen verkauft werden, die Gewerkschaft fürchtet Stellenstreichungen.
Das 14-stöckige Kaufhaus Seibu im Tokioter Viertel Ikebukuro besuchen jährlich 70 Millionen Menschen. Es ist normalerweise an sieben Tagen die Woche geöffnet. Zu der Kette gehören insgesamt zehn Kaufhäuser in Japan. Eigentümer ist die Holding Seven & i.
Weil das 83 Jahre alte Gebäude in Ikebukuro renoviert werden muss und die Kette seit fünf Jahren keinen Gewinn mehr abwirft, soll sie an die US-Investmentgesellschaft Fortress verkauft werden. Gewerkschaftschef Yasuhiro Teraoka sagte Anfang der Woche, er sei nicht überzeugt, dass dieser Plan Kontinuität verspreche und dass er dafür sorge, dass die Beschäftigten ihre Jobs behalten würden.
In Japan - wie auch in Deutschland - läuft das Geschäft der großen Kaufhäuser schlecht. Laut der Beratungsfirma JapanConsuming sank ihre Zahl von 311 im Jahr 1999 auf aktuell 181.
Der Chef von Seven & i, Ryuichi Isaka, entschuldigte sich am Donnerstag vor laufenden Kameras für die "Unannehmlichkeiten für die Kunden". Medienberichten zufolge beschloss der Verwaltungsrat des Unternehmens am Donnerstag aber keine Änderung der Verkaufspläne.
F.Pavlenko--BTB