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Der dänische Spielwarenproduzent Lego hat die seit der Corona-Pandemie hohen Umsätze auch im ersten Halbjahr 2023 halten können. Lego verkaufte Steinesets und Spielzeug im Wert von 27,4 Milliarden Kronen (3,75 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn dagegen ging im Jahresvergleich um fast 18 Prozent auf umgerechnet rund 680 Millionen Euro zurück, weil das Unternehmen nach eigenen Angaben viel in Digitalisierung und Nachhaltigkeit investiert.
In der Corona-Pandemie waren Umsatz und Gewinn auf Rekordwerte gestiegen, weil weltweit die Menschen viel zu Hause bleiben mussten. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei der Umsatz erneut "zehn Prozent schneller als der Markt gewachsen", sagte Lego-Chef Niels Christiansen der Nachrichtenagentur AFP.
Lego setzt weiter stark auf den riesigen chinesischen Markt. In China dauere die wirtschaftliche Erholung zwar länger als erwartet, sagte Christiansen. "Ich glaube aber fest an unsere langfristigen Wachstumsmöglichkeiten in China, weil es dort so viele Familien und Kinder gibt, bei denen Lego noch nicht angekommen ist. Sie wohnen in Städten, wo wir noch nicht präsent sind." Lego hat im ersten Halbjahr 54 neue Filialen in der Volksrepublik aufgemacht, 85 sollen es im Gesamtjahr werden.
Weltweit will Lego in diesem Jahr 150 neue Geschäfte eröffnen. Im ersten Halbjahr betrug die Gesamtzahl der Filialen 988.
Das Familienunternehmen aus Dänemark ist nach Angaben des Datendienstes Statista seit 2020 der weltweit führende Spielwarenhersteller. Es ist seit der Gründung 1949 im Besitz der Familie Christiansen.
Bei dem Unternehmen arbeiten rund 27.000 Menschen. Großes Thema ist die Nachhaltigkeit der Plastikbausteine. Kürzlich hat Lego eine klimaneutrale Fabrik in Vietnam eröffnet. Produziert werden die Klötzchen auch in Ungarn, Tschechien, Mexiko, China und im Heimatland Dänemark.
L.Dubois--BTB