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Weniger neue Jobs in den USA geschaffen als erwartet
In den USA verstärken sich die Anzeichen einer Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt. Die größte Volkswirtschaft der Welt schuf im Juli nur 187.000 neue Jobs und damit weniger als von Experten erwartet, wie am Freitag das Arbeitsministerium mitteilte. Experten hatten für Juli mit rund 200.000 neuen Jobs gerechnet. Zudem revidierte das Ministerium die Zahlen für Juni nach unten - von 209.000 auf 185.000 neue Arbeitsplätze.
Die Arbeitslosenquote sank leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit in den USA liegt schon seit dem Frühjahr 2022 auf einem sehr niedrigen Niveau von zwischen 3,4 und 3,7 Prozent, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie vorübergehend in die Höhe geschnellt war.
Eine Abkühlung der Wirtschaft ist von der US-Notenbank Fed erwünscht. Die Federal Reserve versucht seit dem vergangenen Jahr mit einer Reihe von Leitzinserhöhungen, die hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Eine niedrige Arbeitslosigkeit treibt aber die Löhne in die Höhe, weil Arbeitgeber um Arbeitskräfte ringen. Das wiederum könnte die Inflation anheizen.
Zur Eindämmung der Inflation hatte die Fed Ende Juli zum elften Mal seit März 2022 die Leitzinsen erhöht - auf aktuell 5,25 bis 5,5 Prozent. Der Anstieg der Verbraucherpreise betrug im Juni 3,0 Prozent, nachdem die Inflation im Juni vergangenen Jahres ein 40-Jahres-Hoch von 9,1 Prozent erreicht hatte. Zielmarke der Fed sind zwei Prozent.
Einige Analysten befürchten bereits, dass die Fed es mit ihrer Geldpolitik zu weit treiben und die Wirtschaft abwürgen könnte. Fed-Chef Jerome Powell sagte dazu bei der Leitzinserhöhung Ende Juli, die Zentralbank rechne nicht mehr mit einer Rezession.
G.Schulte--BTB