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Deutsche Bahn verzeichnet Gewinneinbruch trotz deutlichem Zuwachs bei Fahrgästen
Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr einen starken Zuwachs bei den Fahrgästen verzeichnet - aber einen Einbruch beim Gewinn. 808 Millionen Reisende nutzten den Regionalverkehr, rund 11,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Fernverkehr waren es mit 68 Millionen Fahrgästen 15,4 Prozent mehr. Der Betriebsgewinn sank jedoch um rund 62 Prozent 331 Millionen.
Der Konzernumsatz betrug im ersten Halbjahr rund 25 Milliarden Euro und somit rund drei Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Den gesunkenen Gewinn begründet die Bahn insbesondere mit "hohen Vorleistungen" für Verbesserungen der Infrastruktur. Die erhöhte Fahrgastzahl dürfe demnach auch auf das Deutschlandticket zurückgehen, das in den letzten beiden Monaten des ersten Halbjahrs - im Mai und Juni - bereits galt.
Dies legt auch ein Vergleich mit den Zahlen vom ersten Halbjahr 2019 vor der Corona-Krise nahe: Die Zahl der beförderten Reisenden im Regionalverkehr lag damals mit 782 Millionen unter dem diesjährigen Wert mit 808 Millionen. Im Fernverkehr dagegen wurde das Vorkrisenniveau von 71,8 Millionen Fahrgästen noch nicht wieder erreicht.
Den Gewinneinbruch führte die Deutsche Bahn auch auf eine "Normalisierung der Frachtraten in der Luft- und Seefracht" zurück - diese Entwicklung habe sich auch auf die Logistik-Tochter DB Schenker ausgewirkt. Das international tätige Unternehmen war im vergangenen Jahr der Gewinnbringer im Konzern gewesen. Im ersten Halbjahr konnte Schenker noch einen "deutlichen operativen Gewinn von 626 Millionen Euro erzielen".
S.Keller--BTB