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US-Notenbank Fed hebt Leitzins auf höchstes Niveau seit 2001
Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins auf das höchste Niveau seit 2001 gesetzt. Die Zentralbanker beschlossen eine weitere Anhebung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte auf nunmehr 5,25 bis 5,5 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mitteilte. Sie werde weiterhin "zusätzliche Informationen und ihre Auswirkungen auf die Geldpolitik bewerten". Um die Inflation einzudämmen, hat die Fed nun seit März 2022 elf Mal die Leitzinsen erhöht.
Im Juni war der Zinssatz unverändert geblieben und die Inflation in den USA ist weiter spürbar zurückgegangen. Sie betrug im Juni 3,0 Prozent, nachdem sie im Juni vergangenen Jahres ein 40-Jahres-Hoch von 9,1 Prozent erreicht hatte. Sie liegt aber nach wie vor über der Zielmarke der Fed von zwei Prozent. Die Entscheidung einer erneuten Anhebung war von den meisten Analysten erwartet worden.
Fed-Präsident Jerome Powell hatte in den vergangenen Wochen wiederholt von mehreren anvisierten Zinserhöhungen gesprochen - "mindestens zwei, möglicherweise hintereinander". Einige Analysten befürchten angesichts einer sich abschwächenden Konjunktur jedoch, dass die Fed es mit ihrer Geldpolitik zu weit treiben und die Wirtschaft abwürgen könnte. Auch der spürbare Rückgang der Inflation spricht dafür, dass sich die Fed zurückhalten könnte.
H.Seidel--BTB