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Lufthansa verkauft Tochterunternehmen Airplus für 450 Millionen
Die Lufthansa hat den auf Geschäftsreisen spezialisierten Zahlungsdienstleister Airplus für 450 Millionen Euro an die schwedische Bank SEB Kort verkauft. Die Airline wolle sich in Zukunft wieder mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, erklärte die Lufthansa am Dienstag in Frankfurt. Für den Abschluss des Verkaufs ihres Tochterunternehmen im ersten Halbjahr 2024 seien noch Genehmigungen verschiedener Finanzaufsichtsbehörden nötig.
Airplus organisiert von seinem Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt, Zahlungen für Geschäftsreisen, Mietwagen und Hotelkosten für rund 53.000 Firmenkunden weltweit. Der Verkauf reiht sich in eine größere Strategie der Lufthansa ein. In den vergangenen drei Monaten hatte die Lufthansa bereits ihren Caterer LSG Group an den Finanzinvestor Aurelius verkauft und war im vergangenen Monat bei der italienischen Airline ITA Airways eingestiegen.
Der Verkauf von Airplus sei "der nächste große Schritt in der Strategie der Lufthansa Group, sich künftig auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren", erklärte Remco Steenbergen, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG. Von dem Verkauf erwartet die Lufthansa positive Effekte auf die operative Marge und auf die Kapitalrendite des Unternehmens. Airplus hatte im Jahr 2022 einen Verlust von 74 Millionen Euro verzeichnet, wie aus Konzernangaben hervorgeht. 2021 war das Minus mit 150 Millionen Euro noch deutlich höher ausgefallen.
Der Verkauf umfasst laut Lufthansa neben Airplus auch sämtliche internationale Tochtergesellschaften und Niederlassungen. "Nach Abschluss der Transaktion wird sich Airplus mit Unterstützung des neuen Eigentümers auf das weitere Wachstum des Geschäfts konzentrieren", erklärte die Lufthansa.
D.Schneider--BTB