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Geringster Anstieg der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte seit Anfang 2021
Der Anstieg der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte wie Lebensmittel und Haushaltsgeräte, Zement oder Stahl hat sich im Mai weiter verlangsamt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um lediglich 1,0 Prozent - der geringste Anstieg seit Januar 2021, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Entwicklung der Erzeugerpreise dürfte zumindest zum Teil auf die Entwicklung der Verbraucherpreise durchschlagen. Verglichen mit dem Vormonat gingen die Preise um 1,4 Prozent zurück.
Weiterhin stark stiegen den Angaben zufolge im Jahresvergleich die Preise für Investitions- und Verbrauchsgüter. Innerhalb der Investitionsgüter waren besonders Maschinen mit einem Plus von 8,2 Prozent sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile mit 5,6 Prozent gewichtige Preistreiber. Bei den Verbrauchsgütern verteuerten sich insbesondere Nahrungsmittel - um 11,9 Prozent.
Hier stiegen die Preise für nahezu alle Produkte, besonders stark bei Zucker (plus 92,0 Prozent), verarbeiteten Kartoffeln (41,0 Prozent), Schweinefleisch (22,4 Prozent) und Obst- und Gemüseerzeugnissen (22,1 Prozent). Negative Preisentwicklungen gab es bei sehr wenigen Produkten, vor allem Butter (minus 28,9 Prozent) und nicht behandelten pflanzlichen Ölen (43,7 Prozent).
Preisrückgänge gab es außerdem bei Metall und Holz sowie bei Energie. Den meisten Einfluss auf die Gesamtrate hatte hier der Preisrückgang bei Strom: Dieser kostete im Mai 10,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Noch stärker sanken die Preise für Mineralölerzeugnisse. Erdgas kostete jedoch 3,8 Prozent mehr als im Mai 2022.
K.Thomson--BTB