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Campact dringt weiter auf Verkaufsboykott für Erdbeeren aus spanischem Huelva
Die Protestbewegung Campact sieht sich in ihrem Kampf gegen den Verkauf von Erdbeeren aus der von Dürren bedrohten spanischen Region Huelva in deutschen Supermärkten durch die Ergebnisse einer Umfrage bestärkt. Wie Campact in Verden mitteilte, lehnten 63 Prozent und damit fast zwei Drittel der Befragten den Verkauf dieser Erdbeeren ab. Die von der Organisation selbst in Auftrag gegebene Befragung lag AFP am Sonntag vor.
"Die Menschen wollen keine spanischen Dürre-Erdbeeren in ihrem Supermarkt. Edeka & Co. müssen endlich diese Erdbeeren aus ihrem Sortiment nehmen, bis Spanien einen nachhaltigen Umgang mit Wasser sicherstellt", erklärte die Campact-Vertreterin Friederike Gravenhorst dazu. "Halbgare Absichtsbekundungen der Supermarktketten reichen nicht aus. Wir erwarten von den Unternehmen eine klare Zusage, keine Dürre-Erdbeeren mehr zu verkaufen."
Der von Campact aus Umweltschutzgründen angestoßene Boykottaufruf stützt sich vor allem auf eine Online-Petition, die mit Stand vom Sonntag rund 197.000 Menschen unterstützen. In Spanien hat die Kampagne der Bewegung unter Bauern sowie konservativen und rechten Parteien große Empörung ausgelöst und ist auch zu einem Wahlkampfthema geworden. In Spanien wird Ende Juli gewählt.
Huelva liegt in Andalusien im südwestlichen Spanien in unmittelbarer Nähe des zum Weltnaturerbe gehörenden Nationalparks Doñana, der als Europas größtes Feuchtgebiet gilt. In der Region sind laut nationalem Industrieverband mehr als 90 Prozent der spanischen Erdbeerproduktion konzentriert. Umweltschützer werfen den Erzeugern vor, für ihre Plantagen gigantische Wassermengen illegal aus dem Nationalpark abzupumpen und dadurch dessen Ökosystem zu zerstören.
Deutschland ist Hauptexportmarkt für Früchte aus Spanien, das gilt nach Angaben von Campact auch für Erdbeeren. An der repräsentativen Online-Befragung durch das Institut Yougov nahmen am 12. und 13. Juni 2025 Menschen teil.
J.Horn--BTB