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Kritik an Galeria-Eigentümer Benko wegen Aus für 52 Filialen
Nach dem beschlossenen Aus für 52 Filialen der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof haben Abgeordnete von Linken und SPD den Eigentümer René Benko scharf kritisiert. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte, der Bund müsse "den Milliardär Herrn Benko zur Verantwortung ziehen". Die Standorte der Kette seien mit vielen Steuergeldern gesichert worden - "und nun gibt es keine Zukunft mehr".
Die Kaufhauskette hatte am Montag mitgeteilt, dass 52 der derzeit noch 129 Häuser geschlossen werden sollen. Nach Angaben des Konzerns sind 4300 Beschäftigte betroffen. Galeria war im Herbst in ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren gegangen, das auf Sanierung ausgerichtet ist. Eigentümer ist die österreichische Signa-Gruppe des Immobilienunternehmers Benko.
Bartsch sagte, es sei "offensichtlich so", dass Benko die Bundesregierung über sehr lange Zeit "über den Tisch gezogen und viel Steuergeld abgegriffen" habe. Das Prinzip sei immer gewesen: "Drohen, die Hand aufhalten und dann Filialen schließen."
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast forderte gegenüber dem Nachrichtenportal Watson ein öffentliches Statement von Benko. Es könne nicht sein, dass "nach so einer Entscheidung dieser Tragweite Schweigen im Walde herrscht". Es gehe "um Menschen und nicht lukrativen Beton in deutschen Innenstädten". Soziale Marktwirtschaft heiße auch soziale Verantwortung, betonte Mast.
Bartsch sagte, eine Transfergesellschaft für die Betroffenen reiche nicht aus. Benko müsse zur Verantwortung gezogen werden, daneben sei eine Debatte über "Kaufhäuser in öffentlicher oder in genossenschaftlicher Hand" nötig.
B.Shevchenko--BTB